Eine ehrliche Analyse für Bürgerinnen und Bürger — ohne Fachwissen, ohne Vorkenntnisse. Was geht gut, was macht Sorgen, und was kann die Gemeinde überhaupt selbst entscheiden?
Scholen steht solide da — keine Schulden seit 2009, über 2 Millionen Euro auf dem Konto und eine starke Gewerbesteuer. Aber: Von jedem Euro Steuereinnahmen kann die Gemeinde nur wenige Cent selbst einsetzen — der große Rest fließt als Pflichtabgabe an Samtgemeinde und Landkreis weiter. Und die Infrastruktur altert still, weil kaum investiert wird. Das klingt widersprüchlich mit dem hohen Kassenbestand — aber das Defizit 2026 bedeutet nur, dass die Gemeinde mehr ausgibt als sie einnimmt. Das Geld auf dem Konto sind Rücklagen aus besseren Vorjahren.
Diese sieben Kennzahlen zeigen, wie Scholen finanziell aufgestellt ist — und was sich dahinter verbirgt.
Von 100 Cent Steuereinnahmen kann Scholen kaum etwas selbst gestalten. Der Großteil fließt als Pflichtabgabe weiter.
Bis 2025 wirtschaftet Scholen mit positivem Ergebnis. 2026 entsteht ein Fehlbetrag — bevor das Ergebnis ab 2027 wieder ins Positive dreht.
Der Hauptgrund für den Wendepunkt 2026: Die Samtgemeindeumlage (der Pflichtbeitrag Scholens an die Samtgemeinde) steigt um fast 100.000 € — wegen notwendiger Investitionen in Grundschulen und Feuerwehren auf Samtgemeindeebene. Gleichzeitig normalisiert sich die Gewerbesteuer nach dem Ausnahmejahr 2024. Die Fehlbeträge werden aus der Überschussrücklage gedeckt, die dadurch schrumpft. Ab 2027 dreht das Ergebnis wieder ins Positive.
Eine ehrliche Einschätzung aller wesentlichen Aspekte der Haushaltslage.
Nicht alles liegt in der Hand des Gemeinderats. Hier ist ehrlich aufgezeigt, was Scholen selbst steuert — und was von außen vorgegeben wird.