Eine ehrliche Analyse für Bürgerinnen und Bürger — ohne Fachwissen, ohne Vorkenntnisse. Was geht gut, was macht Sorgen, und was kann die Gemeinde überhaupt selbst entscheiden?
Affinghausen steht solide da — keine Schulden, eine ordentliche Rücklage, und fast jeder Steuereuro kommt aus eigener Kraft. Aber: Von jedem Euro Steuereinnahmen kann die Gemeinde nur wenige Cent selbst einsetzen — der große Rest fließt als Pflichtabgabe weiter. Und die Infrastruktur altert still, weil kaum investiert wird. Das klingt widersprüchlich mit den vorhandenen liquiden Mitteln — aber das Defizit bedeutet nur, dass die Gemeinde in diesem Jahr mehr ausgibt als sie einnimmt. Das Geld auf dem Konto sind Rücklagen aus besseren Vorjahren.
Diese sieben Kennzahlen zeigen, wie Affinghausen finanziell aufgestellt ist — und was sich dahinter verbirgt.
Von 100 Cent Steuereinnahmen kann Affinghausen kaum etwas selbst gestalten. Der Großteil fließt als Pflichtabgabe weiter.
Bis 2025 wirtschaftet Affinghausen mit positivem Ergebnis. Ab 2026 entsteht ein struktureller Fehlbetrag — der jedes Jahr größer wird.
Der Hauptgrund für den Wendepunkt 2026: Die Samtgemeindeumlage (der Pflichtbeitrag Affinghausens an die Samtgemeinde) steigt um fast 100.000 € — wegen notwendiger Investitionen in Grundschulen und Feuerwehren auf Samtgemeindeebene. Die Fehlbeträge werden aus der Überschussrücklage gedeckt, die dadurch schrumpft.
Eine ehrliche Einschätzung aller wesentlichen Aspekte der Haushaltslage.
Nicht alles liegt in der Hand des Gemeinderats. Hier ist ehrlich aufgezeigt, was Affinghausen selbst steuert — und was von außen vorgegeben wird.